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Nachdenkliches

 

Zum Nachdenken

Werner schaute noch mal auf den Tacho, bevor er langsamer wurde. 78 km/h innerhalb einer Ortschaft. Das dritte Mal, dass er in diesem Jahr erwischt wurde...

Der Polizist der ihn angehalten hatte, stieg aus seinem Auto und kam mit einem Notizblock auf Werner zu.

Christian? Die Uniform irritierte zunächst, aber es war Christian aus der Kirche!

Werner sank tiefer in seinen Sitz.

Das war schlimmer als der Strafzettel. Ein christlicher Bulle erwischte einen Typen aus seiner eigenen Kirche.

'Hallo Christian. Komisch dass wir uns so wiedersehen!'

'Hallo Werner.' Kein Lächeln.

'Ich sehe, du hast mich erwischt in meiner Eile nach Hause zu kommen, um meine Frau und Kinder zu sehen.'

'Ja so ist das.' Christian der Polizist, schien unsicher zu sein.

'Ich bin in den letzten Tagen erst sehr spät aus dem Büro gekommen, und war im Gedanken schon beim morgigen Familienausflug. Mit wie viel hast du mich erwischt?'

'Siebzig.'

'Ach Christian, warte einen Moment. Ich habe sofort auf den Tacho geschaut, als ich dich sah! Ich schätze das waren 65 km/h !'

Werner konnte mit jedem Strafzettel besser lügen ... Genervt starrte er auf das Armaturenbrett.

Christian war fleißig am Schreiben auf seinem Notizblock. Warum wollte er nicht Führerschein und Papiere sehen?

Was auch immer der Grund war, es würden einige Sonntage vergehen, bis Werner sich in der Kirche wieder neben diesen Polizisten setzen würde.

Ungeduldig sagte er: 'Es liegt doch ganz in deinem Ermessen. Sicher habe ich eine Verkehrsregel gebrochen, aber man kann doch auch mal ein Auge zudrücken, oder?'

Christian schrieb weiter, riss dann den Zettel ab und gab ihn Werner.

'Danke.' Werner konnte die Enttäuschung nicht aus seiner Stimme halten.

Ohne ein Wort zu verlieren, ging Christian wieder zu seinem Streifenwagen zurück.

Werner wartete und schaute ihm im Spiegel nach. Dann faltete er den Zettel auf. Was würde ihm dieser Spaß kosten?

He, war das ein Witz? Es war kein Strafzettel!

Doch dann las Werner:

'Lieber Werner, ich hatte einmal eine kleine Tochter. Als sie fünf Jahre alt war, starb sie bei einem Verkehrsunfall. Richtig geraten, der Typ ist zu schnell gefahren. Ein Strafzettel, eine Gebühr und drei Monate Knast, dann war der Mann wieder frei. Frei um seine beiden Töchter wieder in den Arm nehmen zu dürfen. Ich hatte nur eine und ich werde warten müssen, bis ich sie im Himmel wieder in die Arme nehmen kann. Tausendmal habe ich versucht, diesem Mann zu vergeben. Vielleicht habe ich es geschafft, aber ich muss immer wieder an sie denken. Auch jetzt. Bete bitte für mich. Und sei bitte vorsichtig, Werner. Mein Sohn ist alles was ich noch habe. - Gruß, Christian.'

Werner drehte sich um und sah Christian wegfahren. Er fuhr die Straße wieder hinunter. Werner sah ihm nach, bis er nicht mehr zu sehen war.

Erst einige Minuten später fuhr er langsam nach Hause. Er betete um Verzeihung und zu Hause angekommen, nahm er seine überraschte Frau und Benny ganz fest in die Arme.

Das Leben ist so wertvoll. Behandle es mit Sorgfalt. Fahr vorsichtig und mit Verständnis anderen gegenüber. Vergiss nie, Autos kann man wieder kaufen. Menschenleben aber ...

Quelle: übersandt von Gerhard Orth


Die privatisierte Feuerwehr

Das Profitcenter Brandschutz AG und die Auswirkungen der globalen Liberalisierung!

Stefan Geppert hatte sich daran gewöhnt, dass viele Bereiche des öffentlichen Lebens privatisiert worden waren: Telekom und Bahn, Post und Polizei, Gesundheitsdienst und Rettungswacht. Es leuchtete ihm ein, dass der Staat nicht für alles sorgen konnte und im Rahmen der globalen Liberalisierung seine einstigen Diener in Eurotwirtschaftlich orientierte Profitcenter entlassen hatte. Wie weit das alles gediehen war, bemerkte er, als eines Tages sein Haus in Flammen stand.
Es war ein lauer Sommerabend, und Stefan Geppert kam von der Arbeit nach Hause. Als er in die Reihenhaussiedlung einbog, an deren Ende er für seine Frau und seine beiden kleinen Kindern ein allein stehendes Landhaus mit großer Terrasse und weitem Vorgarten hatte bauen können, sah er Flammen aus Fenstern des Obergeschosses lodern. Elisabetha und die Kinder hatten sich auf das Dach gerettet und klammerten sich schreiend an die Satellitenschüssel.

Stefan Geppert sprang aus dem Wagen. Neben ihm bremste ein Feuerwehrzug. Der Einsatzleiter lief auf Stefan zu und wedelte mit einem Formularblock.
"Wir sind vom Profitcenter Brandschutz AG, einen oder zwei Schläuche?" rief er.
"Was?" krächzte Stefan.
"Einen oder zwei Schläuche?"
"Um Gottes willen! Mein Haus brennt!"
"Tut mir leid, Chef, wir haben unsere Vorschriften und Tarife. Steht alles auf diesen Formularen." Er hielt Stefan Geppert den Block unter die Nase. "Ein Schlauch kostet 10 Euro, zwei kosten 20 Euro. Ach, und hier haben wir ein Sonderangebot: Fünf Schläuche zum Supersparpreis von 40 Euro."
"O, Scheiße! Können Sie nicht einfach mit dem Löschen anfangen?"
"Geht leider nicht. Seitdem wir privatisiert sind, müssen wir hart kalkulieren. Leistung muss bezahlt werden."
"Löschen Sie! Ich nehm' das Sonderangebot, alles! Ist mir doch egal, bloß . . ."
"Gut. Einmal Supersparpreis." Der Einsatzleiter machte ein Kreuz auf dem Formularblock.
"40 Euro. Die ersten hundert Liter Wasser sind übrigens umsonst. Wir berechnen nur, was darüber hinaus verbraucht wird."
"Um Himmels Willen! Machen Sie hin!"
"Leitern?"
"Was?"
"Wollen Sie, dass wir Leitern einsetzen? Für mich sieht das so aus, als müssten wir drei Leitern anlegen."
"Fangen Sie mit dem Löschen an!!!"
"Eine Leiter kostet Sie 8 Euro pro Stunde, zwei das Doppelte . . . "
"Ja, ja! Tun Sie, was nötig ist. Aber retten Sie meine Frau und die Kinder!"
"Mmh ... Retten ...? Das ist was anderes. Mal sehen." Der Einsatzleiter blätterte umständlich in Seinem Formularblock. "Aha! Da haben wir die Rettungspreise. Eine Ehegattin ... Mmh, wenn man darüber nachdenkt: Natürlich hat jeder bloß eine Ehegattin. Sonst wär's ja Bigamie. Komisch, wie der Gesetzgeber auf sowas gekommen ist."
"Um Gottes Willen, beeilen Sie sich!"
"Also, eine Ehegattin. Das macht 25 Euro. Ist das In Ordnung für Sie?" Er kratzte sich mit dem Kugelschreiber an der Nasenwurzel. "Wahrscheinlich haben die das in die Liste gesetzt, falls wir mal zu Arabern gerufen werden. Sie wissen schon, die mit den Harems. Da müsste man dann pro Frau 25 Euro berechnen. Sie sind kein Araber, nicht wahr? Naja, also machen wir weiter. Eine Ehegattin 25 Euro. Für jede weitere Person berechnen wir 20 Euro. Wieviele Kinder haben Sie?"
"Zwei , zwei bloß. Machen Sie hin!"
"Es gibt natürlich Abschläge für Kinder, 10 Prozent. Die Grünen haben im Bundestag darauf bestanden, dass es Prozente für Kinder gibt. Sonst hätten sie das Gesetz vor dem Bundesverfassungsgericht angefochten. Also gut, das macht summa summarum, Moment noch ..."
Geppert sank in die Knie und stieß, um seinen Schmerz zu stillen, den Kopf rhythmisch auf das Gehwegpflaster.
"Das macht zusammen - ohne Wasser - 125 Euro plus Mehrwertsteuer . . . mmmh, eins im Sinn, also 145 Euro."
"Hilfe", krächzte Stefan Geppert. "Helfen Sie ihnen!"
"Entschuldigen Sie. Mir scheint es ziemlich verraucht zu sein dort in Ihrem Haus. Wir sollten vielleicht mit Atemschutzgerät reingehen, bloß, um sicher zu gehen. Zwei Einheiten sollten reichen. Das sind dann nochmal 30 Euro plus Mehrwertsteuer! Das macht dann 179,80 Euro. Na, wir sind neu am Markt. Sagen wir 175 Euro. Wir brauchen Leute, die für uns Mundpropaganda machen - also 175 Euro, zuzüglich Wasserverbrauch."
Stefan Geppert wälzte sich am Boden und stöhnte leise.
"Wir nehmen Schecks, alle Kreditkarten und natürlich auch Bargeld, ganz wie Sie wünschen."
"Aber begreifen Sie denn nicht?" schrie Stefan Geppert. "Mein Geld, meine Kreditkarten, meine Schecks, alles ist im Haus und brennt!"
Der Einsatzleiter wandte sich an seinen Fahrer. "Na dann, Heiner. Das ist nach dem neuen Gesetz ein falscher Alarm. Lass' uns abfahren."
Er beugte sich aus dem Fenster des Feuerwehrautos und tröstete Stefan Geppert. "Wissen Sie, Chef, das tut mir wirklich leid. Aber auf Pump können wir nicht löschen."
In dem Moment brach das Haus krachend zusammen, und Elisabetha und die Kinder schafften Es gerade noch, abzuspringen. Sie landeten auf dem Rasen. Ihre Arme und Beine waren grotesk verdreht. Sie waren am Leben, stöhnten aber wegen der Brüche jämmerlich.
Da kam ein Rettungswagen um die Ecke. Der Fahrer, ein Mann mit einem aufmunternden Grinsen im Gesicht, sprang heraus und rannte auf Stefan Geppert zu. "Na, Chef", rief er, "was werden wir brauchen?"
Geppert lag auf dem Rücken und japste.
"Also gut", sagte der Mann vom Rettungswagen, "wir berechnen für Mullbinden 6 Euro pro Meter als Grundpreis . . ."

Quelle: Autor nicht bekannt


Die Idioten von der Feuerwehr (1)

Stellen Sie sich bitte einmal vor, dass Sie an einer Hauptverkehrsstraße wohnen. Nachts um drei Uhr fährt mit Tatü Tata und Radau - die Feuerwehr, der Rettungsdienst, das technische Hilfswerk oder eine der anderen Hilfsorganisationen mit ihren größtenteils freiwilligen und somit "unbezahlbaren" Helfern an Ihrem Haus vorbei. Sie werden sofort wach und denken eventuell ...

"Hoffentlich kommen die noch rechtzeitig?"

oder

"Na ja, nach §35 und §38 StVO muss der Fahrer ja mit Blaulicht und Martinshorn fahren"

oder (am wahrscheinlichsten)

"Müssen diese Idioten wieder so einen Krach machen?"

Aber haben Sie auch schon einmal daran gedacht, dass diese Idioten vor fünf Minuten noch genauso friedlich in ihrem Bett schlummerten wie Sie?

Dass diese Idioten auch um sechs Uhr früh wieder raus müssen, wie Sie?

Aber, dass diese Idioten, wenn sie nach zwei oder drei Stunden wieder ins Bett fallen sowieso nicht mehr schlafen können, weil man halt nicht so gut schläft, wenn man gerade einen Menschen aus einem brennenden Haus oder verunfallten Fahrzeug gerettet hat?

Aber wahrscheinlich werden Sie gar nicht wach, weil unsere Fahrer aus Rücksicht auf Sie trotz §35 und §38 StVO das Martinshorn auslassen oder weil Sie nicht an einer Hauptverkehrsstraße wohnen.

Dann haben Sie eben Glück und brauchen sich nicht über die "Idioten" von der Feuerwehr, dem Rettungsdienst, dem THW oder von den anderen Hilfsorganisationen aufregen.

Außerdem denken die inzwischen schon selbst: "Warum mache ich IDIOT das eigentlich???"

Quelle: übersandt von einem Kameraden der FF Grossalmerode


Die Idioten von der Feuerwehr (2)

Bis jetzt war es ein ruhiger und besinnlicher Abend. Etwas erschlagen bist du von der Arbeit gekommen hast dir schnell Dein Essen warm gemacht und dann mir ein paar Glas Bier vor die Glotze ...
Nun ist es ein Uhr und Du fällst todmüde ins Bett.
Und jetzt auf einmal das:
Mitten in der ersten Einschlafphase dröhnt auf einmal dieser ohrenbetäubende Lärm an dein Ohr. Das Martinshorn des vorbeifahrenden Feuerwehrfahrzeuges ist unerträglich. Du springst knurrend aus dem Bett, knallst das Schlafzimmerfenster zu und denkst noch:

Diese Idioten von der Feuerwehr. Keine Sau auf der Strasse. Müssen die denn mitten in der Nacht so einen Radau machen?

So weit so gut - ich denke, jeder kennt diese Situation - aber wie geht es weiter. Du ärgerst dich über die nächtliche Störung, gehst wieder ins Bett, schläfst irgendwann ein und am nächsten morgen ist alles vergessen.

ODER ???

Für dich vielleicht, aber was ist mit den Idioten die dich grade aus dem Schlaf gerissen haben?

Schon mal darüber nachgedacht?

Rund 80% der Feuerwehrleute in Deutschland sind ehrenamtliche Kräfte, das heißt es sind Arbeitnehmer wie Du und ich. Verkäufer, Handwerker, vielleicht sogar dein Postbote. Männer und Frauen, die sich, neben Ihrer beruflichen Tätigkeit, dem Dienst an Ihren Mitmenschen verschrieben haben. Auch für sie war heute ein anstrengender Tag. Vielleicht hat er auch so geendet wie deiner. Und vielleicht sind sie auch genauso erschlagen wie du ins Bett gefallen. Aber es gibt ein paar Unterschiede. Kurz bevor sie dich aus dem Schlaf gerissen haben, sind sie auch sehr unsanft durch ihre Meldeempfänger aus dem Schlaf gerissen und zum Einsatz gerufen worden. Und während du dein Fenster zu gemacht hast und wieder ins Bett gegangen bist, kämpfen sie irgendwo um das Leben eines Unfallopfers oder versuchen das brennende Haus einer Familie zu retten. Für sie ist die nächsten Stunden nicht an Schlaf zu denken und oft genug ist die Nacht mit der Alarmierung gänzlich vorbei.
Und trotzdem. Morgen sitzen sie wieder an der Supermarktkasse, reparieren Dein Auto oder bringen Dir die Ansichtskarte von Tante Margot aus Mallorca. Wer weiß, vielleicht sitzt auch einer von den Idioten dir im Büro gegenüber. Es sind Menschen wie du und ich, bis der nächste Notfall sie wieder in die Uniform zwingt und dazu bringt ihre armen Mitmenschen mitten in der Nacht zu wecken !!!

Bereit für Ihre Mitmenschen Ihr Leben zu riskieren ...

24 Stunden am Tag ...

365 Tage im Jahr ...

... Die Idioten von der Feuerwehr

Quelle: übersandt von einem Kameraden der FF Grossalmerode


Feuerwehrmann, Du hast keine Chance!

Wenn wir im Verkehrsstau 40 Sekunden lang aufgehalten werden, sagen die Leute:

"Sie brauchen 20 Minuten um herzukommen!"

Wenn wir mit 60km/h durch die Straßen fahren, sagen sie:

"Schaut euch die rücksichtslosen Spinner an!"

Wenn Feuerwehrleute Fenster eindrücken, um die Ventilation der Wärme bei der Brandbekämpfung zu verringern, sagen sie:

"Seht euch die Kaputtmacher an!"

Wenn wir den Fußboden aufreißen, um an den Brandherd zu gelangen, sagen sie:

"Da läuft die Holzfällerbande!"

Wenn der Zugführer weit hinten steht, von wo er seine Männer sehen und leiten kann, sagen sie:

"Er hat Angst dahinzugehen, wohin er seine Leute schickt!"

Wenn wir ein Gebäude verlieren, sagen die Leute:

"Das ist eine lausige Feuerwehr"

Wenn wir schnell mit dem Feuer fertig sind, sagen sie:

"Es war kein richtiges Feuer!"

Wenn wir viel Wasser benötigen, sagen die Leute:

"Die richten mit dem Wasser mehr Schaden an, als das Feuer selbst!"

Wenn ein Feuerwehrmann verletzt wird, sagen alle:

"So ein leichtsinniger Bursche!"

Wenn er im Einsatz sein Leben lässt, sagen sie zu seiner Familie:

"Damit musste er rechnen, als er zur Feuerwehr ging!"

Armer Feuerwehrmann, Du kannst es niemanden recht machen!!!

Quelle: übersandt von einem Kameraden der FF Grossalmerode


Ja, Ja, die Steinzeit

In der Steinzeit lebten die Menschen in Höhlen, und auch ein Feuerwehrmann musste sich noch nicht mit Vorgesetzten rumquälen. Zur Belehrung gab's eins mit der Keule ins Genick- so diskutierte man damals- war die Steinzeit nicht schick ?
War es Nachts kalt und der Feuerwehrmann fühlte sich einsam, bezog er die Höhle mit der Freundin gemeinsam. Und es gab niemanden, der ihr den Eintritt verwehrte und das Liebesdrama durchs Schlüsselloch abhörte. Es war eben noch nicht so wie heute und hier, den es gab noch keine Aufsichtsbehörde und kein Jagdrevier. Man las nicht ständig von Sex und Erotik und bekam trotzdem Kinder, ganz ohne Methodik. Man kannte kein Bad und kein WC, man ging in den Wald und die Sache war o. k. Es gab kein Ariel und keine Waschautomaten, denn wer dreckig war ging mal eben schnell baden. Man kannte keine DIN- Bekleidung, keine Gruppenführer, kein Schlauchabdrücken, keine Atemschutzverkleidung. Und spielte bei der Feuerwehr mal einer verrückt, gab's eins mit der Keule- war die Steinzeit nicht schick ? In der Steinzeit brauchte man nicht zum Feuer zu rennen, entweder es regnete oder man ließ es brennen. Über grüne Plastehelme hätte man sich nur amüsiert, oder damit höchstens den Weihnachtsbaum dekoriert. In der Steinzeit war keine Spur von Löschfahrzeugen oder Einsatzleitwagen, da mussten die Großen noch laufen und die Kleinen noch tragen. Man brauchte keinen Brandmeister zu grüßen, oder bei Löschangriffsübungen auf komische Ziegelsteine mit Wasser zu schießen. Die Menschen bliesen auch Trübsal manchmal- die richtigen Dienstvorschriften fehlten- das war die Qual. Und sprach damals mal einer von Flash- Over oder Sammelstück - gabs eins mit der Keule- war die Steinzeit nicht schick?
Auch die Feuerwehr-Unfallkasse war noch nicht da, war einer krank- gab's eins mit der Keule- alles klar ?
Es gab keine NATO und keinen Schröder, auch damals waren die Sippenältesten viel möder... Es gab keine Kirche und keine Partei, statt dessen schlug man sich die Birne zu Brei. In der Steinzeit gab es keinen Wetterbericht, entweder regnete es oder es regnete nicht. Da brauchte man nicht des Piepers Hupen wegen, Nächte in Angst und Stress zu verleben. Die Leute damals streiften nur im Bärenfell und mit der Keule in der Hand durchs Land. Sie hatten kaum Sorgen, denn da lagen die Steuern noch nicht in Eichels Hand. Keine Landesfeuerwehrschulen mit harter Ausbildung bis zum bitteren Ende und wenn trotzdem mal einer umfiel, so sagt die Legende: Dann traf in meistens die Keule ins Genick- Ich kann mir nicht helfen, die Steinzeit war schick.
Es gab auch keine SPD, keine ÖTV, keine Asyl- Bewerberkarten und auch auf ein neues Feuerwehrhaus brauchte man nicht so lange zu warten. In der Steinzeit kannten sie keine ALDI- Shops oder Nettoläden, wenn die was brauchten hat es ihnen Mutter Natur gegeben. Es gab keinen Opel oder keine Citroenen, wenn man wollte ließ man sich bei einem Mammutritt verwöhnen. Kein Ausbildungsplan, keine Uhrzeit und keine Sekunden, es schlug einen nur manchmal der Nachbar- aber niemals die Stunden. Kein Afrikaner kam zu uns weit aus dem Süden und die Mädchen von damals waren trotzdem zufrieden. Die schenkten nie einem andern `nen Blick und taten sie`s doch ?- gab's eins mit der Keule- war die Steinzeit nicht schick?
Wenn die Sonne dann abends versinkt und der Leitstelle Kommando laut durchs Funkgerät erklingt, denn der ruhige Schlaf von einem Feuerwehrmann, geht sie einen Sch...dreck an- dann sieht man des Nachts- wenn der Reif liegt auf den Kirchturmspitzen, so ca. dreißig erwachsene Männer wie Winnetou durch die Gegend flitzen. Doch hätte Karl May die Feuerwehr- Dienstvorschrift 2/2 gekannt, er hätte seine Bücher samt und sonders verbrannt. Denn auf solche Ideen, wie darin erdacht, hatt' es der gute Karl sein ganzes Leben nie gebracht. Man muss schon studieren, um zu verstehen, was darf ich nicht und wo muss ich gehen ? Der Feuerwehrmann hatte früher nicht solch einen Tick- er nahm einfach die Keule- war die Steinzeit nicht schick?
Es gab keine Schönheitsreparaturen am Doppelkinn, und wo die Damen nichts hatten, da kam auch nichts hin. Es gab keine Miss-Wahl und keine Brigitte Bardot, denn die Mädchen damals gingen immer so. Und heute sieht es auch nicht anders aus, wenn der Mann mal kommt vom Einsatz nach Haus. Er braucht am Sonntag sehr viel Ruh`, denn Montag früh schlägt der Amtswehrführer wieder zu. Früher grunzte man mit Wildschwein und Hirsch um die Wette, Feuerwehrchinesisch brauchte man nicht mehr im Bette. Und hat doch mal einer zu lernen versucht- war schon ein Schlag mit der Keule gebucht. Sie traf ihn dann meistens im Genick- sagt mal ehrlich, war die Steinzeit nicht schick? So bleibt am Schluss die Moral von der Geschicht' - so gut wie in der Steinzeit haben wir es heute nicht !!!

Quelle: Frei nach einer Sage von der Ländlichen Feuerlöschanstalt zu Heyrothsberge - Anno 1996


Tod der Unschuldigen

Ich ging zu einer Party, Mama,
ich erinnerte mich, was Du sagtest.
Du ermahntest mich, nicht zu trinken, Mama,
also trank ich Soda stattdessen.
Ich fühlte mich richtig stolz, Mama,
so wie Du es mir vorausgesagt hattest.

Ich habe nicht getrunken, um dann zu fahren, Mama,
obwohl mir die anderen sagten, es sei nichts dabei.
Ich weiß, ich tat das Richtige, Mama,
ich weiß, Du hast immer recht.

Nun ist die Party zu Ende, Mama,
und alle fahren sie fort.
Als ich in meinen Wagen stieg, Mama,
wusste ich, ich würde rasch nach Hause fahren,
weil Du mich so erzogen hast,
verantwortungsbewusst und lieb.

Ich fuhr also los, Mama,
aber als ich auf die Straße auffuhr,
sah mich der andere Wagen nicht, Mama,
er fuhr einfach über mich drüber.
Als ich lag auf dem Asphalt, Mama,
hörte ich den Polizisten sagen,
"Der andere Typ war betrunken", Mama,
Und nun bin ich es, die bezahlen wird.

Ich liege hier sterbend, Mama...
Ich wünsche Du wärst bald hier.
Wie konnte das geschehen, Mama?
Mein Leben zerplatzte wie ein Ballon.
Überall um mich ist Blut, Mama,
das meiste davon ist meins.

Ich höre den Arzt sagen, Mama
bald werde ich sterben.
Ich wollte Dir nur sagen, Mama,
ich schwöre, ich hab nichts getrunken.
Es waren die anderen, Mama,
die anderen haben nicht nachgedacht.
Er war wohl auf derselben Party wie ich.
Der einzige Unterschied ist, er hat was getrunken
Und ich werde sterben.

Warum betrinken sich die Leute, Mama?
Es kann ihr ganzes Leben zerstören.
Jetzt fühl ich heftige Schmerzen.
Es sticht wie ein Messer.
Der Typ, der mich anfuhr, der geht, Mama,
und ich denke, das ist nicht fair.
Ich liege hier im Sterben
Und alles, was er kann, ist, zu starren.

Sag meinem Bruder, er soll nicht weinen, Mama,
schreibt "Papas Mädchen" auf mein Grab.
Jemand hätte ihm sagen sollen, Mama,
kein Alkohol hinter dem Steuer.
Wenn sie es ihm bloß gesagt hätten, Mama,
wäre ich noch am Leben.

Mein Atem wird kürzer, Mama,
ich bekomme solche Angst.
Bitte, weine nicht um mich, Mama.
Du warst immer da, als ich Dich brauchte.
Ich hab nur noch eine letzte Frage, Mama.

Bevor ich mich verabschiede.
Ich bin nicht betrunken gefahren,
also warum bin ich diejenige, die stirbt?

Quelle: Autor nicht bekannt


Hinweise zur Erhaltung der Belastungsfähigkeit der Atemschutzgeräteträger
oder:
Wie lassen sich die Anforderung der G 26 bewältigen

Atemschutzgeräteträger müssen gesund, körperlich besonders fit und in eine fundierte Aus- und Fortbildung im Atemschutz eingebunden sein. Insbesondere sind Kenntnisse über zu erwartende Gefahren, Wirkungsweise und Grenzen der Schutzwirkung sowie Fertigkeiten in der Handhabung ihrer Atemschutzausrüstung notwendig.
Eine Untersuchung der Feuerwehr-Unfallkasse Sachsen-Anhalt von 2003 belegt in einer Studie mit Feuerwehrangehörigen , dass nur 15 % aller Probanden absolut fit sind, 24 % immerhin noch als fit bezeichnet werden können aber nahezu 50 % nicht einsatzbereit (4 %), unzureichend fit (15 %) oder nur eingeschränkt fit sind. Untersuchungen der Feuerwehr-Unfallkasse Nord ergaben im Jahr 2004 zur Ergänzung, dass die Feuerwehren im Einzugbereich der FUK nur zu einem geringen Teil und mit sehr unterschiedlicher Qualität regelmäßig und intensiv Sport im Sinne von Konditionstraining treiben. So trainieren z. B. nur knapp 24 % regelmäßig wenigstens einmal pro Woche. Interessant aber ist, dass über 80 % der Befragten ein regelmäßiges Sporttreiben als notwendig erachten.

1 Persönliche Voraussetzungen für die Fitnesssteigerung - Wie fit bin ich?
Für die Ermittlung des eigenen Gesundheitszustandes und der eigenen Fitness lässt sich der folgende Check benutzen.

1.1 Hatten Sie Probleme bei der vorigen Abnahme der G 26/3?
nein, spielend geschafft nein, ich bin noch durchgekommen ja, vor allem auf dem die G 26 wurde nicht bestätigt
1.2 Wie oft haben Sie in den letzten Wochen Sport getrieben?
mehr als 3x pro Woche 2-3x pro Woche 1x pro Woche selten oder nie
1.3 Wie sieht Ihre Tätigkeit außerhalb der Feuerwehr aus?
anstrengende
körperliche Arbeit
leichte
körperliche Arbeit
sitzende und
körperliche Arbeit
vorwiegend
sitzende Arbeit
1.4 Haben Sie Übergewicht?
Berechnen Sie Ihren BMI (BMI=Körpergewicht in Kg / (Körpergröße in cm)2!
< 25 25 - 27,5 27,5 - 30 > 30
1.5 Wie oft essen Sie rohes Obst und Gemüse?
mehrmals täglich täglich 1-2x pro Woche selten oder nie
1.6 Nutzen Sie den Dienstsport?
intensiv und regelmäßig regelmäßig eher geringe Belastung nur
gelegentlich
kaum, bei uns gibt es keinen Dienstsport
1.7 Rauchen Sie?
Ich rauche
garnicht
max. 5 Zigaretten
pro Tag
min. 5 Zigaretten
pro Tag
min. 1 Schachtel
pro Tag
1.8 Können Sie eine Stunde schnell gehen (ca. 5 Km)?
ja, problemlos leichte Probleme erhebliche Probl. nein
1.9 Wie oft essen Sie Fleisch oder Wurst?
ganz
selten
mehrmals
pro Woche
fast
täglich
zu fast
jeder Mahlzeit
1.10 Können Sie wassergefüllte Eimer (ca. 10kg) über mehrere Etagen ohne abzusetzen tragen?
ja, problemlos leichte Probleme erhebliche Probl. nein
1.11 Füllen Sie sich oft überlastet und Ihnen ist alles zuviel?
nie selten oft/mehrmals täglich
1.12 Trinken Sie Alkohol?
trinke ich nur
gelegentlich
öfters, nicht mehr
als 1-2 Gläser*
1-2 Gläser*
pro Tag
mehr als 2 Gläser*
pro Tag
*akoholhaltige Getränke, z. B. 1 Glas = 1 Glas Bier 0,5 l, 1 Glas Wein 0,2 l, 1 Glas Spirituose 0,2 cl
1.13 Haben Sie Schwierigkeiten sich zu entspannen? Schlafen Sie schlecht?
selten oder nie ab und zu kommt oft vor Ich kann kaum abschalten
1.14 Nutzen Sie in Gebäuden den Fahrstuhl, wenn auch eine Treppe vorhanden ist?
regelmäßig öfter gelegentlich selten oder nie
1.15 Können Sie fünf Kilometer ohne Pause joggen (etwa 6 Km/h)?
ja, problemlos leichte Probleme erhebliche Probl. nein
1.16 Wie würden Sie Ihren Gesundheitszustand beschreiben? Nutzen Sie Vorsorgeuntersuchungen?
keine Probleme, Voruntersuchungen werden genutzt leichte Probleme, durch Medikamenten- einnahme uneinge- schränkt belastbar erhebliche Probl. trotz Medikamente (und/oder unregelm. Med.einnahme) erhebliche Probleme, ich gehe nicht zum Arzt
2 Auswertung
2.1 Punkteermittlung
Summe der Kreuze der
ganz linken Spalte
mal 3 Punkte
Summe der Kreuze der
2. Spalte von links
mal 2 Punkte
Summe der Kreuze der
3. Spalte von links
mal 1 Punkt
Summe der Kreuze der
ganz rechten Spalte
mal 0 Punkte
x 3 +x 2 +x 1 +x 0
=Gesamtpunktzahl

2.2 Ergebnis
0-4 Punkte:
Als Atemschutzgeräteträger äußerst bedenklich
Ihre Belastungs- und Beanspruchungsfähigkeit ist erschreckend gering. Die Anhäufung von gefährlichen Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen lässt Ihre Chance, die Tätigkeit als ASGT gesund zu überstehen, erheblich sinken. Die Erfüllung der Kriterien für die Untersuchung nach G 26/3 durch Sie ist unwahrscheinlich.
Nur die radikale Umstellung ihres Lebens auf ein ausgewogenes Ernährungsprogramm und möglichst viel Sport unter fachmännische Anleitung kann Sie vor ernsthaften Erkrankungen retten. Warten Sie damit nicht länger!

5-14 Punkte:
Als Atemschutzgeräteträger sehr bedenklich

Ihre Belastungs- und Beanspruchungsfähigkeit ist gering. Sie verfügen über viele Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Hören Sie auf Ihren Arzt und ändern Sie Ihre Lebensweise. Beginnen Sie schnellstmöglich mit der Umstellung ihrer Ernährung und beginnen Sie regelmäßig Sport zu treiben. Eine fachmännische Anleitung dafür erscheint sinnvoll. Die Erfüllung der Kriterien für die Untersuchung nach G 26/3 erscheinen für Sie kaum möglich, wenn Sie nicht wenigstens ein Jahr vor der Untersuchung die Intensität Ihrer sportlichen Aktivitäten kontrolliert steigern.

15-24 Punkte:
Als Atemschutzgeräteträger bedenklich, ein befriedigender Zustand ist kurzfristig erreichbar

Arbeitsmediziner haben nachgewiesen, dass eine derartige Dauerbelastung des Körpers zu Verschleißerscheinungen und nachfolgenden schweren Erkrankungen führen kann. Verbesserungswürdig sind die Ausgewogenheit der Ernährung und die Häufigkeit sportlicher Betätigung, damit sich Ihre Belastungs- und Beanspruchungsfähigkeit erhöhen. Die Erfüllung der Kriterien für die Untersuchung nach G 26/3 erscheinen für Sie möglich, wenn Sie wenigstens zweimal pro Woche Sport treiben. Nutzen Sie unbedingt jeden Dienstsport zu intensivem Training unter fachmännischer Anleitung.

25-38 Punkte:
Als Atemschutzgeräteträger geeignet

Sie wissen, dass Atemschutzgeräteträger fit sein müssen. Nur so lassen sich die teilweise sehr hohen Belastungen und Beanspruchungen auf Dauer ohne gesundheitliche Schäden überstehen. Bleiben Sie konsequent auf dieser Lebenslinie und verteidigen Sie die gegen ein Nachlassen Ihrer sportlichen Aktivitäten. Sie sollten Möglichkeiten zum Steigern der Effizienz Ihrer sportlichen Tätigkeit finden und anwenden.
Ihre Belastungs- und Beanspruchungsfähigkeit entspricht den Erfordernissen auch komplizierter und langwieriger Einsätze. Die Erfüllung der Kriterien für die Untersuchung nach G 26/3 ist bei Beibehaltung Ihrer derzeitigen Belastungsfähigkeit wahrscheinlich.

39-48 Punkte:
Als Atemschutzgeräteträger vorbildlich geeignet

Ihre Einstellung zu erforderlicher hoher Fitness für Atemschutzgeräteträger ist vorbildlich. Regelmäßig Sport zu treiben und sich bewusst gesund zu ernähren gehört zu Ihren festen Lebensweisen und ist Ihnen Bedürfnis. Damit haben Sie Voraussetzungen geschaffen und fixiert, Belastungen und Beanspruchungen auch schwerster Einsätze ohne gesundheitliche Schäden zu überstehen. Wenn Sie diese Einstellung weiter leben, können sie auch künftig die Erfüllung der Kriterien für die Untersuchung nach G 26/3 unproblematisch bewältigen. Sie sollten Ihre Erfahrungen an andere atemschutzgeräteträger weitervermitteln, z. B. als Sportgruppenleiter.


3 Erhaltung bzw. Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit
Neben einer bewussten Ernährung sind zur Erhaltung bzw. Verbesserung des Trainingszustandes und zur Gewichtsabnahme Sportarten und Tätigkeiten geeignet, bei denen die Ausdauerleistung gefördert wird. Maßvolles Ausdauertraining (3 mal 30-60 Minuten pro Woche) ist die effektivste Methode zur Gewichtsabnahme, das Herz-Kreislaufsystem wird trainiert und die Muskulatur gekräftigt. Im Alltag sollte auf mehr Bewegung geachtet werden. Es ist besser Treppen zu steigen, statt den Fahrstuhl zu benutzen. Oder mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, statt mit dem Auto. Die Zeit mit der Familie, Freunden oder in der Feuerwehr sollte zu sportlichen Betätigungen genutzt werden. Besonders eignen sich die Ausdauersportarten Fahrradfahren, Schwimmen und Joggen (langsames Laufen im Pulsbereich 0,7-0,8 / (220-Alter). Ein gemäßigtes Krafttraining - am besten unter Anleitung in einem Fitnessstudio - ist eine sinnvolle Ergänzung.


4 Beispiel für einen Trainingsplan
4.1 Herzfrequenzgesteuertes Ausdauertraining
Ziel des Trainings ist die Verbesserung der Ausdauer. Es sollte überwiegend auf einem Belastungsniveau trainiert werden, bei dem der Körper genügend Sauerstoff zur Verfügung hat (aerob).
Um die Einsatzfähigkeit zu erhalten ist vor allem die Ausdauer zu trainieren. Mit der Herzfrequenzmessung kann das Ausdauertraining optimal gesteuert werden. Zunächst wird die Maximalpuls bestimmt. Der Maximalpuls kann in einem Test bestimmt oder errechnet werden

Maximalpuls = 220 - Alter.

Um den optimalen Trainingsbereich zu errechnen, muss der Maximalpuls mit 0,7 - 0,8 multipliziert werden. In diesem Bereich sollten mindestens 80% des Trainings absolviert werden

5 Trainingsgrundsätze
Wichtig beim Training ist:

  1. Das Training sollte Spaß machen. Motivierend ist das Training in der Gemeinschaft mit Gleichgesinnten. Bei Unwohlsein oder gesundheitlichen Problemen (z.B. einer Erkältung) sollte eine Pause eingelegt werden, ggf. muss ein Arzt aufgesucht werden.
  2. Die Verringerung des Übergewichts ist vorrangiges Ziel. Wird das Übergewicht verringert und die Leistungsfähigkeit gesteigert wirkt sich das doppelt positiv aus: Die zu erreichende Höchstbelastung in der G 26 sinkt bei gleichzeitig gesteigertem Leistungsvermögen. Das Abnehmen sollte durch eine bewusste Ernährung unterstützt werden.
  3. Das Training sollte regelmäßig und lebensbegleitend durchgeführt und in einem Wochenrhythmus geplant werden (z.B. 3 mal 30-45 Minuten pro Woche).
  4. Ausdauersportarten (Laufen, Radfahren, Schwimmen) sind zu bevorzugen und sollten abwechselnd betrieben werden, um orthopädischen Problemen vorzubeugen.
  5. Dehnungs- und Kräftigungsübungen ergänzen das Trainingsprogramm. Diese Übungen verbessern die Beweglichkeit und beugen Schädigungen durch einseitige Belastungen vor.
  6. Zuerst sollte der Umfang, dann die Intensität gesteigert werden. Bei intensivem Training ist eine Erwärmungsphase zu Beginn des Trainings einzuhalten (z.B. 10 Minuten langsames Einlaufen).
  7. Die Erholung ist neben dem Trainingsreiz eine Voraussetzung der Leistungssteigerung. In jeder Woche sollten ein bis zwei Ruhetage, in jedem Monat eine Woche mit geringerer Belastungsintensität und -umfang und in jedem Jahr ein Monat mit weniger Trainingseinheiten geplant werden (Periodisierung und Zyklisierung).

6 Trainingsprogramme
6.1 Trainingsprogramm I
(für Untrainierte mit dem Ziel der Erhaltung der Einsatzfähigkeit und/oder Gewichtsreduktion)

1. Woche
1. Tag: Laufen 30 min mit 4 Gehpausen á 3 min, 5 min Dehnungsübungen
3. Tag: Schwimmen 1000 m (ca. 30 min, alle 200 m Schwimmarten wechseln)
5. Tag: Laufen 30 min mit 4 Gehpausen á 3 min, 5 min Dehnungsübungen

2. Woche
1. Tag: Laufen 30 min mit 4 Gehpausen á 5 min,
2. Tag: Radfahren 60 min (mittlere Geschwindigkeit)
3. Tag: Schwimmen 1000 m (30-40 min, alle 200 m Schwimmarten wechseln)
6. Tag: Laufen 40 min mit 5 Gehpausen á 3 min, Dehnungsübungen 5 min

3. Woche
1. Tag: Laufen 40 min mit 2 Gehpausen á min, 5 min Dehnungsübungen
3. Tag: Radfahren 60 min (mittlere Geschwindigkeit)
4. Tag: Schwimmen 1500 m (45-60 min, alle 200 m Schwimmarten wechseln)
6. Tag: Laufen 40 min mit 3 Gehpausen á 3 min, Dehnungsübungen 5 min

4. Woche
1. Tag: Laufen 40 min mit 3 Gehpausen á 3 min, Dehnungsübungen 5 min
2. Tag: Radfahren 60 min (mittlere Geschwindigkeit, 3 Belastungserhöhungen á 5 min)
4. Tag: Laufen 40 min mit 3 Gehpausen á 3 min, Dehnungsübungen 5 min
5. Tag: Schwimmen 1500 m (45-60 min, alle 200m Schwimmarten wechseln)
7. Tag: Laufen 60 min mit 5 Gehpausen á 3 min, Dehnungsübungen 5 min

5. Woche (Regeneration)
1. Tag: Laufen 30 min, Dehnungsübungen 5 min
3. Tag: Radfahren 60 min (mittlere Geschwindigkeit)
5. Tag: Schwimmen 1500 m (45-60 min, alle 200 m Schwimmarten wechseln)
7. Tag: Laufen 45 min mit 5 Gehpausen á 3 min, Dehnungsübungen 5 min

Die nächsten Wochen sollen entsprechend des erreichten Leistungsniveaus und der Trainingsziele unter Beachtung der Trainingsgrundsätze selbständig geplant werden.
Zum Erhalt der Einsatzfähigkeit ist ab dem 35. Lebensjahr ein regelmäßiges Training notwendig: Mindestens 3 mal 30 min / Woche!

6.2 Trainingsprogramm II
Das Trainingsprogramm II ist vor allem für den Erhalt der Leistungsfähigkeit geeignet. Die Tabelle enthält beispielhaft unterschiedliche Trainingsformen und gibt Anhaltspunkte, wie intensiv das Training sein sollte.

Tabelle: Empfehlenswerte Sportarten und Bewegungsmöglichkeiten zur Erhaltung der persönlichen Fitness*
Trainingsart Beispiele Hinweise
Ausdauertraining
7 x 5 bis 10 Minuten pro Woche
3 x 20 Minuten pro Woche
2 x 30 Minuten pro Woche
1 x 45 Minuten pro Woche

optimal: 30 bis 60 Minuten täglich

- Spaziergänge und Arbeitswege
- Wandern/Bergwandern
- langsam laufen (Unterhaltung möglich)
- Walking, Power Walking
- Radfahren (> 80 Tritte pro Minute)
- Hometrainer
- Treppensteigen
- Tanzen
- Schwimmen, Tennis, Kanusport,
- je mehr Muskelmasse, desto besser
- lang und langsam
- Herzfrequenz in der Trainingszone (ca. 140/Min.)
- ggf. sportärztliche Untersuchung (> 45 Jahre)
Krafttraining
40 bis 60 % der Maximalkraft

3 bis 5 Serien á 10 Übungen

- Bodengymnastik (Rumpfmuskulatur)
- gezieltes Fitness-Studiotraining
- Schwimmen
- für Jugendliche: Turnen und Kampfsport
- Trainingspläne günstig,
- Als Begleitung von Ausdauertraining empfehlenswert
Beweglichkeitstraining
Wiederholt 30 bis 120 Sekunden,

je öfter, desto besser

- Stretching (Dehnübungen)
- Gartenarbeit
- ausholende Alltagsbewegungen (beugen, bücken, rehen, recken, strecken)
- Tanzen, Ballspiele/Jonglieren
- vor Beginn von Ausdauertraining empfehlenswert,
- bei hoher Intensität des Ausdauertrainings unerlässlich,
- bis zum Dehnungsschmerz
- oft, aber nur kurzzeitig
- Training reduziert die Verletzungsgefahr

*Angaben nach Landesunfallkasse Hamburg in "Faktor Arbeitsschutz", 1/2004

Quelle (mit freundlicher Genehmigung der Fa. WEKA MEDIA GmbH & Co. KG, 86438 Kissing, 03/2006):
© Arbeitsgruppe Atemschutz in Herausgeberschaft W. Gabler, "Hinweise zur Erhaltung der Belastungsfähigkeit der Atemschutzgeräteträger oder: Wie lassen sich die Anforderung der G 26 bewältigen" Broschüre des Landesfeuerwehrverbandes, das Werk SBS Atemschutz als Träger dieser Broschüre sowie die WEKA media GmbH, Kissingen, 2005



Kurios

Missouri: In St. Louis darf die Feuerwehr Frauen nur dann aus brennenden Häusern retten, wenn sie vollständig bekleidet sind.

Quelle: Autor nicht bekannt


Gebet eines Feuerwehrmanns

Oh Herr, wenn die Sirene geht, weil uns bedroht des Feuers Wut,
verleihe mir, ich bitte dich, zum Leben - Retten Kraft und Mut
Lass mich doch finden dann und sehn das kleine Kind in seiner Not,
die junge Frau, den greisen Mann, dass ich sie rette vor dem Tod.
Verleihe mir ein gutes Ohr, damit ich hör den schwächsten Schrei,
und rette, lösche, berge, schütz und hilfreich jedem Menschen sei.
Ich möchte gern' mein Bestes geben dem Nächsten helfen, Dir zur Ehr,
denn Du hast mich dazu gesandt, dass ich ihm Not und Unglück wehr.
Ich bitt Dich Herr, wenn Du es willst und ich den Tod muss sterben,
schütz meine Frau und auch das Kind, lass sie sich bei Dir bergen.
Amen

Quelle: Autor nicht bekannt


Ich wünschte, Du hättest meinen Job ......

Leute, ich wundere mich über Euch. Ich wundere mich, wenn Ihr an einer Feuerwache vorbeifahrt und sagt: "Ich wünschte, ich hätte deinen Job." Nun manchmal wünschte ich auch, dass Ihr ihn hättet! Ich wünschte, Ihr hättet ihn gehabt, als ich zu meinem ersten großen Brand fuhr und mich zu Tode fürchtete. Ich wünschte Ihr hättet ihn, wenn ich hinter einem Rettungswagen sitze und einen fünfjährigen Jungen versuche wieder zu beleben und danach das Entsetzen der Familie sehe, wenn der Arzt ihnen sagt, dass ihr Sohn tot ist. Was glaubt Ihr, wie ich meine Kinder in dieser Nacht festhalten wollte. Ich wünschte, Ihr hättet ihn, wenn ich um zwölf Uhr nachts friere und mich nicht bewegen will und es doch muss. Ich wünschte, Ihr hättet ihnen an Heilig Abend, wenn ich im Dienst bin und Ihr zu Hause bei Eurer Familie. Ich wünschte jedes Mal, Ihr hättet ihn, wenn ich zu einem "dicken Ding" ausrücken muss. Ihr werdet ungehalten, wenn wir nicht in Sekunden bei Euch sind. Ihr werdet sauer, wenn wir nicht zu Euch kommen, wenn Ihr ein paar Kilometer außerhalb der Stadtgrenzen wohnt. Ihr regt Euch auf, wenn Ihr Euer Essen auf dem Herd vergessen habt und wir den Gestank nicht aus Eurer Wohnung bringen. Ob ich meinen Job mag? Ja, ich hab in gerne! Ja, ich liebe ihn, wenn ich ein fünfjähriges Kind vom Tode errettet habe! Ich arbeite gerne unter Atemschutz und weiß, dass ich mein Bestes gebe! Ich habe es gerne, wenn Kinder zur Feuerwache kommen. Mehr Erwachsene sollten kommen. Ich achte den Respekt, den mir Leute entgegenbringen, die wissen, was ich leiste und die meinen Job kennen. Ich habe es gern, wenn Ihr sagt: "Danke Feuerwehrmann, dass du da gewesen bist."

Während ich mich also über Euch wundere, wundert Euch nicht über mich.
Ich bin nichts besonderes, aber wenn ihr mich braucht, bin ich da!

Quelle: Autor nicht bekannt


... und keiner geht hin!

Es prasselt, als würde jemand Erbsen auf ein Dachfenster fallen lassen, aber es kommt nicht von oben. Es kommt durch das geöffnete Schlafzimmerfenster. Und erst als wir davon wach werden, können wir das Feuer auch riechen und sehen. Als wir nach draußen rennen, beleuchtet der Widerschein des Feuers die Szene mit seinem typisch unruhigen Licht.

Außer dem Besitzer des Anwesens und uns ist nur noch ein weiterer Nachbar da. Beide bemühen sich, den Brand mit Gartenschläuchen in Schach zu halten. Der Rest der Leute aus den benachbarten Häusern, der nicht schon im Urlaub ist, verbringt den Sommerabend wohl irgendwo anders bei Freunden und Bekannten. Die Gefahr ist offensichtlich: Die Bauhütte brennt bereits lichterloh und es ist nur eine Frage der Zeit, bis das Feuer auf den Neubau übergreifen wird. "Ich habe die Feuerwehr schon gerufen..." sagt der Besitzer. "Vor 20 Minuten..." fügt er resigniert hinzu. Alle nicken verstehend. Es dauert nun mal seine Zeit, bis die Feuerwehr kommt, wenn man nicht in der Stadt wohnt, wo es eine Berufsfeuerwehr gibt, die rund um die Uhr besetzt ist. Das Problem liegt aber nicht in der Entfernung - das alte Feuerwehrhaus liegt nur etwa fünf Minuten von uns entfernt.
Da hören wir das Martinshorn und man kann auch das Flackern des Blaulichtes schon sehen. Der Besitzer des Grundstückes läuft ihnen entgegen, damit nicht noch mehr Zeit verloren geht. "Mensch - so ein Glück, dass die schon da sind..." seufzt der andere Nachbar erleichtert und blickt auf seinen Gartenschlauch. "Damit kommt man ja wirklich nicht weit..." Nur zwei Mann sitzen im Löschfahrzeug. Und wie zu erwarten, sind es Pensionäre.
Einer der beiden, der wie ich weiß schon über 60 ist, aber immer noch sehr dichtes, dunkles Haar hat, verschafft sich rasch einen Überblick. „Der war früher der Kommandant - als die Freiwillige Feuerwehr noch mehr Mitglieder hatte. Unser Glück, dass der da ist... Eigentlich dürfte er in seinem Alter gar nicht mehr..." Der Alte trifft rasch seine Entscheidungen: "Hans, Du versuchst erst mal den Brand mit dem Tankwagenschlauch vom Neubau weg zu halten, bis ich denen hier gezeigt habe, was zu tun ist... Ihr kommt mit und helft mir, eine Saugleitung vom Löschteich aufzubauen." "Und was ist mit der Bauhütte?" fragte ich. Der Alte sah mich skeptisch an: "Die ist eh nicht mehr zu retten. Die Zeiten, wo wir genug Leute hatten, um einen Brand zu bekämpfen, sind vorbei. Heutzutage verwalten wird hauptsächlich das Feuer, das wir vorfinden. Also los!".
Eigentlich war es erstaunlich, dass wir den Neubau retten konnten. Und hätten uns die beiden Alten nicht so klare Anweisungen gegeben, wir hätten wohl nie Wasser in die großen Schläuche bekommen. Als wir vor den glimmenden Resten der Bauhütte standen, meinte meine Freundin: "Das war knapp..." "Da haben wir schon Schlimmeres erlebt", entgegnet der Alte. "Das war ja nichts Großes. Wir waren nur viel zu wenige. Erst recht zu wenige Ausgebildete.. zwölf Aktive... damit kommt man nicht über die Urlaubszeit." "Aber warum werden dann nicht mehr ausgebildet?", frage ich. "Weil keiner kommt, wenn man was macht - weil keiner Zeit hat. Eine Jugendgruppe haben wir schon seit zwei Jahren nicht mehr. Freiwillige Feuerwehr - so etwas kostet nun mal Zeit. Die Zeit, die man beim Einsatz nicht hat, die braucht man zum Üben." Er will gerade weiterreden, als ein Piepsen ertönt. Tüt.. tüt.. tüt. "Ein Dreier-Alarm..", sagte der Alte und hält mir den Feuerwehr-Piepser hin. Aber das Gerät hört nicht auf... tüt.. tüt..tüt.. Tüt.. tüt.. tüt.. - ich schlage die Augen auf. Wie immer drücke ich zuerst auf dem Wecker herum, weil ich denke, dass er es ist. Aber beim Blick auf die Uhr wird mir klar, dass es erst viertel nach drei ist. Samstagnacht. Meine Freundin ist auch wach... "Piepser?" fragt sie schlaftrunken. "Ja", sagte ich, "ein Dreier-Alarm..." Keine Frage, wir werden jetzt rasch in die Klamotten springen und mit dem Auto zum Feuerwehrhaus fahren. Wir wollen es. Wir haben uns freiwillig dafür entschieden. Und deshalb müssen wir jetzt auch - ziemlich egal wann. Ob es draußen kalt oder warm ist. Denn stellt euch vor, es gibt eine Freiwillige Feuerwehr und keiner geht hin...

Stellt euch vor, es brennt und keiner kommt löschen.....

Quelle: Autor nicht bekannt


Weihnachten in der Feuerwehr-Familie

Heiligabend, 18:30: Das Essen steht bis auf den Festtagsbraten schon auf dem Tisch, der Vater holt die Kinder aus dem Spielzimmer, die Mutter die Gans aus dem Ofen. Jetzt ein gemütliches Abendessen, dann ist Bescherung für die Kleinen und hinterher wenn die im Bett sind nochmal ein wenig spezielle Bescherung für die Großen.

18:32: Die komplette Familie samt komplettem Futteraliensatz sind am Esstisch versammelt.

18:33: Die Gans wird angeschnitten.

18:34: Merkwürdige Hintergrundgeräuschkulisse in der Wohnung: Piep, piep, piep: Alarm für die Löschgruppe Neustadt, Mitte, Kellerbrand.

18:34:05: Der Vater dreht genervt die Augen zur Decke. Die Kinder piepsen: „Aber gleich ist doch Bescherung...“. Die Mutter tritt während des Alarmstarts die silbernen Pumps von den Füßen, lässt auf dem Weg ins Schlafzimmer auch den schicken Rock zurück und springt dort in die bereitgestellten Feuerwehrstiefel plus Einsatzhose.

18:34:38: Die Wohnungstür fällt hinter Mutti ins Schloß, die noch ruft: „Ich beeil mich!“

18:34:40: „Manchmal hasse ich dieses Hobby“, seufzt er.

18:38: Die Feuerwehrfrau kommt am Gerätehaus an, zieht die Jacke über, schnappt sich Helm und Gurt und saust weiter zum LF. Da sie erst die Zweite hinten ist, hat sie offensichtlich Atemschutz abonniert und denkt an die Zeit, die sie heut Abend extra für ihn in Makeup und Haare und investiert hat, während sie das alles mit geübten Handgriffen mit Atemschutzmaske, Flammschutzhaube und Helm verwüstet.
Mist.
Aber so ist das nun mal, denkt sie, Feier ist Feier und Feuer ist Feuer... Dann kriegt sie zusammen mit ihrem Truppmann von vorne weitere Anweisungen und ist nun nur noch Feuerwehrfrau.

Zu Hause hat Pappi den Kindern und sich weiter Essen aufgelegt und für Mutti eine Portion im Ofen warmgestellt.

18:43: Das LF trifft ein, der Angriffstrupp geht wie befohlen am seitlichen Kellereingang in Bereitstellung.

Zu Hause ist Essen angesagt, und die Kiddies beruhigen sich, als der Vater Ihnen erzählt dass Mutti versucht, schnell wieder da zu sein und sie notfalls halt schon mal nach dem Essen mit der Bescherung anfangen werden.
Es ist zwar das erste Mal zu Weihnachten, ansonsten aber eher Routine.

18:45: Der Angriffstrupp geht mit C-Schlauch und Wärmebildkamera in den Keller vor.
Laut Meldungen sind glücklicherweise alle Personen draußen, aber Irgendwer muss das Feuer ja nun mal ausmachen, und da sie zufällig gerade da sind...

18:58. Feuer aus, Nachlöscharbeiten.

18:59: Nachschlag für den Rest der Familie.

19:07: Nachlöscharbeiten beendet, noch ein wenig länger lüften.

19:13: Nachtisch für die Familie.

19:15: Abbauen, Einpacken, zurück ins Feuerwehrhaus.

19:28: Papi kann es nicht länger hinauszögern, die Bescherung beginnt.

19:32: verlässt Firefightermutti ungeduscht und zügig das Gerätehaus, da der Haussegen nicht noch weiter in Schieflage geraten soll.

19:38: Eintreffen zu Hause: Die Kiddies sind noch beim Auspacken, grad nochmal gut gegangen.
Und Papi wollte Mutti eigentlich eine dezente Standpauke halten, aber mit Blick auf die Rußstreifen im Gesicht rollt er sich vor Lachen und kriegt kaum raus:
„Die schwarze Streifen machen sich wirklich gut zum Lippenstift...“

Danach duscht sie noch kurz und es wird ein wirklich schönes Fest.
Er freut sich riesig über den neuen Laptop, den sie ihm geschenkt hat.

Nur schade, dass sie ihn erst ausprobieren können, wenn er wieder trocken ist, zeitgleich haben die lieben Kleinen nämlich die Wasserwerferfunktion am Playmobilfeuerwehrauto entdeckt... das Ding kommt wirklich erstaunlich weit.

Dann drückt er ihr noch ein Päckchen in die Hand:
„Ich hab dir noch ein bisschen was zum Anziehen für ein paar heiße Stunden gekauft“...
Sie guckt ihm schelmisch an und meint: „Soll ich es gleich für dich anziehen?“
„Na ich weiß nicht, ob das vor den Kindern so angemessen wäre.“
Sie guckt ihn versonnen an, bis sie etwas verräterisches um seine Augen sieht.
Dann reißt sie mit einem Blick das Päckchen auf und findet eine dieser extralangen, extradicken braunen amerikanischen Flammschutzhaube darin.
Diesmal bekommt sie den Lachkrampf: „Ist in Ordnung, das werde ich heut Nacht extra nur für Dich tragen!“

Und sie freut sich riesig, dass er immer noch versteht, dass sie es einfach tun muss und sie dabei immer wieder unterstützt.

Denn jede Heldin und jeder Held braucht zu Haus auch jemand, der ihr oder ihm den Rücken freihält.

Alles in allem also mal wieder ein ganz normales Weihnachten in Feuerwehrdeutschland.

Seht also alle zu, dass ihr wieder gesund nach Hause kommt - und denkt daran, dass es manchmal schwerer ist, zu Hause zu bleiben, als ins Feuer zu gehen.

Quelle: Josef Mäschle aus Bad Urach